Warum sich Kaninchen nicht als Ostergeschenke eignen 23.03.2021
Liebe Tierfreunde
Viele Kinder wünschen sich ein Kaninchen zu Ostern. Der Wunsch nach einem lebendigen Kuscheltier ist oft so gross, dass er von den Eltern oder anderen Angehörigen erfüllt wird. Doch leider endet das lebendige Ostergeschenk häufig einsam in einem viel zu kleinen Käfig oder bereits schon nach kurzer Zeit im Tierheim oder im Zoo als Schlangenfutter.

Wer ein Kaninchen verschenkt, bürdet dem Beschenkten viel Arbeit und finanziellen Aufwand auf: Für eine artgerechte Haltung ist der Bau eines geeigneten Freilaufgeheges mit isoliertem Schlafplatz unerlässlich. „Ausserdem müssen Kaninchen mindestens zu zweit gehalten werden“, informiert Tierschützerin Susy Utzinger.

Lebende Kaninchen sind keine Kuscheltiere! Es ist nicht im Sinne und in der Natur des Kaninchens, auf dem Arm eines Menschen zu landen und sich ruhig streicheln zu lassen. Daher kann es durchaus vorkommen, dass das „Kuscheltier“ am Körper des streichelnden Kindes schmerzhafte Spuren hinterlässt.

Das Ende der ehemaligen Ostergeschenke ist oft traurig: Viele Kaninchen vegetieren nach der ersten Freude einsam in ihren Käfigen. Susy Utzinger: "Manche von ihnen werden wahllos weiterverschenkt, landen im Tierheim, im Zoo als Schlangenfutter oder werden anderweitig „entsorgt“."

So wird aus dem vermeintlich guten Argument, Kindern den Umgang mit Tieren näher zu bringen und Verantwortung zu üben, eine denkbar schlechte Lektion: Dass man ein Tier nämlich, sobald man das Interesse verliert, ganz einfach wieder „loswerden“ kann und keine Verantwortung für Lebewesen tragen muss.

Auf der Seite "Kaninchen richtig halten" des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen erfahren interessierte Tierfreunde mehr über die Grundlagen der tiergerechten Kaninchenhaltung:
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