23. Dezember 2020

Oh du fröhliche, oh du gefährliche...,

Wenn es in der Stube nach warmen Zimtsternen und frischen Tannennadeln duftet, wächst bei Gross und Klein die Vorfreude auf das schönste Fest des Jahres. Auch die vierbeinigen Familienmitglieder können sich dem Weihnachtszauber meist nicht entziehen und lassen sich nur zu gern von der ausgelassenen Stimmung anstecken. Der eine oder andere nutzt dabei die günstige Gelegenheit, wenn Herrchen oder Frauchen mit der Zubereitung des Festmenüs zugange ist, für Schelmereien und bringt sich - und ein gemütliches Weihnachtsfest - damit unter Umständen in grosse Gefahr.

Dem Duft eines achtlos entsorgten Schinken-Netzes kann kaum ein Hund wiederstehen. Doch einmal verschluckt, kann dieses oft nicht mehr auf natürlichem Weg den Körper verlassen und muss notfallmässig von einem Tierarzt entfernt werden. Gleiches gilt für die Alufolie, welche verführerisch auf Nasenhöhe aufgehängte Festtagsschöggeli umhüllt, oder die winzigen Teile der antiken Weihnachtskrippe. Fremdkörper im Tiermagen können zu lebensgefährlichen Darmverschlüssen führen. Schokolade sollte sowieso immer ausser Reichweite von Hund und Katze gelagert werden, da diese für Tiere giftig ist und in grösserer Menge verzehrt sogar zum Tod führen kann. Unbedenklich und nicht weniger beliebt bei Hund und Katze sind die im Handel angebotenen Weihnachtsleckerlis für Tiere, welche – mit Bedacht verfüttert – ebenfalls für leuchtende Augen sorgen werden.

Oh, Tannenbaum!
Die glitzernde und in der Zugluft sanft hin und her wippende Dekoration am Weihnachtsbaum wirkt äusserst einladend auf neugierige Stubentiger. So manch eine Tanne musste sich schon im Kampf gegen eine spielwütige Katze geschlagen gegeben. Um einem unüberschaubaren Chaos mit Scherben und Brandschäden vorzubeugen, empfiehlt es sich, das Bäumchen gut gegen Stürze abzusichern. Da Tannennadeln und Wasser aus dem Christbaumständer zudem für Tiere giftig sind, sollten Tierhalter in Betracht ziehen, vom Kauf eines echten Bäumchens abzusehen und einer künstlichen Tanne mit Lichterkette den Vorzug zu geben. Achten Sie ausserdem darauf, dass der Baumschmuck nicht verschluckt werden kann.

Im Winter beliebte Topfpflanzen, wie zum Beispiel der «Weihnachtsstern», sind zwar äusserst dekorativ aber ebenso gefährlich für Hunde und Katzen, wenn diese sich daran gütlich tun. Aber auch andere Gewächse, welche im Haus überwintert werden, können beim Verzehr zu Vergiftungen führen. Deshalb sollten Tierfreunde immer sorgfältig im Voraus abklären, welche Pflanzen für ihre tierischen Mitbewohner unbedenklich sind und im Zweifelsfall lieber darauf verzichten.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Tieren eine besinnliche und unfallfreie Weihnachtszeit!

Ihre Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz
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